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BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 21:46 
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Vespa: ET4
Land: Deutschland
Alles klar, ich werde mal die alternative Methode versuchen, um der Mutter halt zu geben! Jetzt heißt es erst einmal, auf die Ersatzteile zu wartem...


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BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 21:50 
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mikesch hat geschrieben:
Entwarnung!
Bei der ET4 gibt es das Ölpumpenproblem welches Kölle meint nicht.
Bei deinem Motor wird die Ölpumpe hinter einer Verkleidung per Kette angetrieben.
Der Antrieb kann mit der Ölpumpen und Nockenwellensteuerkette nicht in Berührung kommen.



Wieder einmal dummes Zeug vom Mikesch,das Ritzel der Ölpumpe wird nur durch den verschraubten Variator mit der Kurbelwelle durch Pressung gehalten.
Es ist kein Stift wie beim Steuerritzel vorhanden. :x


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BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 22:20 
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Das Anziehen einer Schraubenverbindung mit einem definierten Voranzug mit anschließendem Drehwinkelanzug ist im Maschinenbau gängige Praxis
Und viel genauer als der normale Drehmomentanzug.
Mit dem Voranzug wird gewährleistet das der Schraubverband für den Endanzug
⇒ den Winkelanzug vorbereitet ist.
Beim reinen Drehmomentanzug gehen auch die Reibmomente mit in den Anzug ein
und beeinflussen die Schrauben Vorspannkraft maßgeblich.
Das ist beim Drehwinkelanzug nicht so ⇒ der Drehwinkelanzug ist der technisch
höherwertige Schraubenanzug und sollte nach Möglichkeit auf jeden Fall bevorzugt werden.

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Alle meine Beiträge wurden von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst.
Wer nach meinen Beiträgen vorgeht, macht dies ausdrücklich auf eigene Gefahr.
Wartung und Reparaturen besonders an Bremssystem,
Fahrwerk sollten ohnehin nur in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.


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BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 22:43 
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mikesch hat geschrieben:
Entwarnung!
Bei der ET4 gibt es das Ölpumpenproblem welches Kölle meint nicht.
Bei deinem Motor wird die Ölpumpe hinter einer Verkleidung per Kette angetrieben.
Der Antrieb kann mit der Ölpumpen und Nockenwellensteuerkette nicht in Berührung kommen.


Wenn ich die bei Motorquerschnitte (GT/GTS und ET4) vergleiche, dann sieht der
Ölpumpenanrieb der beiden Motoren gleich aus. Wenn das nicht so sein sollte, dann lass ich mich gern eines Besseren belehren.
Bei der GT/GTS kommt die Ölpumpenkette auch nicht mit der Steuerkette in Berührung.
Jedoch wird der kompl. Anrieb (Ölpumpenkettenrad und Steuerkettenrad) über die Vario
mit der zentralen Mutter auf der Kurbelwelle vorgespannt.
Der Vorspannungsverlust dieser Verbindung führt somit zwangsläufig zum Ausfall der Ölpumpe
⇒ weil das Kettenrad der Ölpumpe nur Kraftschlüssig (und nicht Formschlüssig) mit dem Rest des Antriebs
Verbunden ist.

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BeitragVerfasst: So 15. Apr 2018, 23:11 
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Vespa: ET4
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Also verstehe ich das richtig, sollte die Ölpumpe mit entsprechender Spannung wieder ihren Dienst tun? Da die ET 4 ja von Haus aus mit Motorölproblemen zu kämpfen hat, hatte ich prophylaktisch ein Additiv mit Notlaufeigenschaft beigefügt, vielleicht hat das ja Schlimmeres verhindert.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2018, 00:58 
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Kölle, du hast wie immer eine präzise Beschreibung der mechanisch/physikalischen Vorgänge abgegeben.
In diesem Fall die Methode des Winkelanzugs von Schraubverbindungen.
Wie aus dem Lehrbuch, warst du Ausbilder?

Ihr habt Recht mit dem kraftschlüssigem Antrieb des Antriebsritzels der Ölpumpe. :roll:
Das hatte ich kurzzeitig nicht auf dem Schirm.
Also ist über einen gewissen Zeitraum die Ölpumpe komplett ausgefallen.

Jedoch mindestens die 4 Km die du mit dem schleifenden Variator weitergefahren bist.
Dann kannst du nur hoffen, das die Notlaufversicherung deines Molybdänsulfidadditives für diesen und für den Zeitraum davor, mit der geringeren Förderleistung bzw Pumpendrucks ausgereicht hat, um erste Schäden zu verhindern.

Besonders betroffen sind m.E. Pleuellager, Kolbenbolzenlager, Nockenlaufflächen und die Zylinderlauffläche.
Ich würde einen Ölwechsel vornehmen und das abgelassene Öl untersuchen.
Warscheinlich wirst du nichts finden, da vor dem Fraß "nur" Überhitzungschäden durch starke Reibung auftreten können. (bei dir natürlich nicht)

Anschließend die Motorgeräuschkulisse bei Leerlaufdrehzahl und kaltem Motor begutachten.
Hier sind die ersten Sekunden aufschlüssig in denen der Öldruck noch etwas schwächer als normal ist.

Sind hoffentlich keine Auffälligkeiten feststellbar, oder anders, hört sich alles so an wie immer, würde ich erst einmal weiterfahren.
Bisher war dein Molybdänsulfidadditiv nur als Gewissensberuhiger da und nun soll der Hersteller beweisen was sein Produkt kann. :D
Mein M04 Motor bekommt mittlerweile die käufliche fertige Mixtur 10W40 eines namenhaften deutschen Herstellers mit "L" mit 2-3% Zusatz. Ist 1€ teurer/L.
Viel Glück und Erfolg, Egbert.

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Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Vespa fahren der sinnigste.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2018, 08:18 
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Dank euch für die technischen Erklärungen und aufmunternden Worte! Öl ist bestellt, jetzt heißt es abwarten, Tee trinken und beten ;)


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2018, 09:14 
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Und immer eine neue Vario Mutter verwenden und nicht die alte. Da das Gewinde der alten Vario Mutter durch das Festziehen vorgeschädigt wird und später nicht mehr so gut hält. Steht auch im Handbuch.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2018, 18:14 
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....Drehwinkelanzug.

Deutsche Sprache haut mich immer wieder um, ich liebe es. Wieder mal was gelernt, es freut mich auch.

Jungs, ihr seid gut, richtig gut. Gefällt mir.


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BeitragVerfasst: Di 17. Apr 2018, 19:37 
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Vespa: Sprint 125 i.e.
Land: Deutschland
ET Oldie hat geschrieben:
....Drehwinkelanzug.

Deutsche Sprache haut mich immer wieder um, ich liebe es. Wieder mal was gelernt, es freut mich auch.

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Bitte nicht das Mädel (Rita) vergessen! :klatschen:

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BeitragVerfasst: Mi 18. Apr 2018, 23:11 
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Vespa: ET4
Land: Deutschland
Es gibt Neuigkeiten: Die Vespa läuft wieder - vielen, vielen Dank für eure Hilfe.

Ich habe die neuen Teile montiert, es war etwas funmlig am Zapfen der Kurbelwelle, aber letztlich hat es irgendwie mit Ruckeln gepasst. Ich habe dann mit Loctite gesichert und mit 50Nm festgezogen. Den Drehwinkelanzug konnte ich leider nicht testen, da mein Drehmomentschlüssel zu hoch startet und ich keine weiteren Experimente eingehen wollte.

Die Geräusche klingen wie vorher, fährt sich auch geschmeidig. Ein Ölwechsel steht noch aus. Bezüglich des Öls bin ich aber paranoid geworden: Ich hatte das Öl immer auf Maximum eingefüllt. Vor dem ersten Starten nach der Reparatur war das Schauglas vollständig ausgefüllt also über Maximum. Als ich gestartet habe, hat er alles Öl rausgepumpt, das Schauglas war also leer. Nach ein paar Kilometern habe ich dann bei laufendem Motor geschaut, Ölstand etwa auf 1/3, nach Abstellen des Motors fast auf Max, klar. Jetzt die Frage: Ist es normal, dass während des Betriebs 1/3 Öl im Schauglas zu sehen ist? Möchte nur sichergehen, dass die Pumpe richtig arbeitet und habe da vorher nie drauf geachtet sonder immer nur vor dem Start...


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BeitragVerfasst: Mi 18. Apr 2018, 23:37 
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Vespa: GTS 300, Sprint Velo
Land: Thüringen
Wenn der Motor läuft, ist der Motorölstand niedrieger, da die Ölpumpe einen Teil des Öles durch den Motor pumpt.
Steht der Motor, fließt das Öl zurück, der Pegel steigt.

Muttern, die irgendwas auf einer Welle fixieren sollten immer neu genommen werden. Schon deshalb, da sie oft mit recht hohen Momenten angezogen werden und die Reibfläche der Mutter dadurch beschädigt wird. In der Serienfertigung wird diese Reibfläche gerne mit Öl benetzt, um dies zu verhindern. Bei extrem hohen Momenten ist ein Hauch Fett besser. Das verfälscht allerdings das Anzugsmoment. Darum sollte idealerweise bekannt sein, wie das Anzugsmoment zustande kommt. NIE Öl aufs Gewinde, dieses Reibmoment wird immer berücksichtigt wenn es um Anzugsmomente geht

Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Do 19. Apr 2018, 00:28 
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Vespa: GTS 250ie ABS
Land: Deutschland
Hallo Egbert,
deine Aussage Verstehe ich nicht ==> "ich habe dann mit Loctite gesichert und mit 50Nm festgezogen. Den Drehwinkelanzug konnte ich leider nicht testen, da mein Drehmomentschlüssel zu hoch startet und ich keine weiteren Experimente eingehen wollte."
Was ist so schwer daran die Mutter mit 20Nm vorzuispannen und danach die Mutter 90° weiterzudrehen.
==> Nachdem man die Mutter vorgespannt hat (20Nm) markiert man Mutter und Riemenscheibe mit einem Filzstift
und dreht anschließend die Mutter um die besagten 90° weiter (die Markierungen sollten nun in einem Winkel von 90° zueinander stehen)

Das verwendete Drehmoment von 50Nm nicht reicht mit Sicherheit nicht aus, da hilft auch nicht die Sicherung mit Loctite.
Bei zu geringer Vorspannkraft der Schraubenverbindung besteht die Gefahr das der Antrieb ausschlägt.
Bei der GT125L und der GTS 250 beträgt das Anziehdrehmoment 75 - 83 Nm.

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BeitragVerfasst: Do 19. Apr 2018, 00:51 
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Vespa: ET4
Land: Deutschland
Dankeschön für die Tipps.

@ schmoelzet: Dann muss ich mir mal ein paar neue Muttern besorgen. Gibt es da bei Vespa Besonderheiten oder tut es die passende aus dem Baumarkt auch?

@ kölle: Aus einer Anleitung hier im Forum habe ich den Wert 40-44Nm gehabt, aber Du hast Recht, im Werkstattbuch steht die von Dir beschriebene Methode. Mein Problem war, dass ich auf meinem großen Schlüssel die 20Nm (beginnt erst bei 28Nm) nicht einstellen also die Vorspannung nicht erreichen kann. Aber ich werde auf Deinen Rat hören und mir für den kleinen Schlüssel die passende Nuss besorgen, dann wird es nochmal neu gemacht.


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BeitragVerfasst: Do 19. Apr 2018, 03:55 
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Vespa: ET4 M04, LX125i.e. T
Land: GER/NRW
Nach deinen Erfahrungen selbstverständlich keine einfache Baumarktmutter, es sei denn sie hat die richtige Festigkeitsklasse 8 Punkt 8.

Bei mir wird diese verwendet. <klick>

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