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BeitragVerfasst: Sa 25. Aug 2018, 21:42 
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Registriert: Sa 25. Aug 2018, 21:11
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Vespa: LX 50 4T 4V
Land: Deutschland
Hallo zusammen,

schon seit einigen Wochen sitze ich an meiner Vespa und versuche sie zum laufen zu kriegen. Ich versuche mich kurz zu fassen:

Vespa vor wenigen Wochen gekauft
- 17t km
- Bj 2009
- stand 1,5 Jahre ungenutzt in der Garage
- sprang nicht mehr an

Zu Hause Standardsachen geprüft (Zündk., Batterie, Benzinhahn gewechselt) und sie lief.

Allerdings ist sie mir MORGENS NIE angesprungen (kicken/e-start). Kam ich dann mittags nach Hause, ging sie mir wieder beim ersten Versuch an.
In den letzten Wochen war es bei uns allerdings sehr heiß. Fast jeden Tag 35 Grad. Da ging sie mir tagsüber tadellos an. Doch wenn ich abends mit der Vespa unterwegs war und es sich langsam abgekühlt hat, hat die Vespa schon unter 30° angefangen leicht zu stottern. E-Choke wurde gewechselt, hat aber das Problem, dass er morgens nicht anspringt, nicht gelöst.

Jetzt ist es bei uns in der Gegend aber auch tagsüber kalt. Es ist etwa 20 Grad und sie geht deshalb gar nicht mehr an.

Zündfunke habe ich schon oft geprüft: ist vorhanden und scheinbar auch ziemlich kräftig.

Vergaser habe ich ausgebaut und bei einer funktionierenden Vespa Sprint eingebaut und damit ist die Sprint auch gut gelaufen. Deshalb denke ich nicht, dass es am Vergaser liegt.

CDI wurde auch schon getauscht.

Gerade, dass ich einen Zündfunken habe und der Vergaser in Ordnung ist, macht mich ziemlich ratlos.

Könnt ihr mir vielleicht helfen?


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BeitragVerfasst: Sa 25. Aug 2018, 22:40 
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Herzlich willkommen Franziskus hier im Forum,
wenn wir können, helfen wir Dir.
Welche Temperaturen lagen denn an, als Du den Vergaser in der Sprint getestet hast?
Gruß


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BeitragVerfasst: So 26. Aug 2018, 06:53 
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Vespa: LX 50 4T 4V
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Danke :) Ja, hier im Vatikan bin ich ohne meiner Vespa völlig aufgeschmissen :)

Das war gestern, als ich den Vergaser umgebaut hatte. Da hatten wir zwischen 16 und 19°.
Eine Sache die vielleicht noch relevant sein könnte: Wenn ich Starthilfe (Deo/Bremsenreiniger) in den Luftfilter oder direkt in den Vergaser gebe, ging sie mir auch bei gutem Wetter aus, statt dass der Motor hochdrehte.


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BeitragVerfasst: So 26. Aug 2018, 08:56 
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Hallo Pabst, ich rate wie beim Vorgänger oben zu einer Vergaserrevision mit neuem Dichtsatz.
Den Vergaser auf einem anderen Motor zu betreiben um ihn zu prüfen ist zwar keine schlechte Idee, aber führt in der Regel nicht zum Erfolg wie du gemerkt hast.
Schließlich mag dein Motor deinen Vergaser derzeit nicht.
Möglicherweise ist dein Fehler nach der Revision schon verschwunden.
Falls nicht, hast du ihn zumindest in eine definierte Ausgangslage gebracht, von der eine sicherere Fehleranalyse gemacht werden kann.
Der Ansaugstutzen ist auf Dichtigkeit geprüft worden?

Übrigens, das der Motor bei Standgas abstirbt liegt am Sauerstoffmangel wenn du zusätzlich des Gemisch anfettest.

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Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Vespa fahren der sinnigste.


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BeitragVerfasst: So 26. Aug 2018, 12:00 
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Und zusätzlich einen neuen Benzinhahn einbauen.


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BeitragVerfasst: So 26. Aug 2018, 12:04 
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Vespa: LX 50 4T 4V
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Eine Vergaser Revision ist sicher keine schlechte Idee. Allerdings erhoffe ich mir davon nicht so viel. Ich hatte nämlich auch den Vergaser von der Vespa Sprint in meine LX eingebaut. Damit lief er aber leider auch nicht. Deshalb vermute ich, dass es nicht am Vergaser liegt.

Den Stutzen hatte ich überprüft. Er ist insgesamt schon sehr hart, aber nicht porös. Undichte Stellen konnte ich nicht entdecken. Aber ich denke echt auch am meisten, dass es am Stutzen liegen muss... Vlt schließt er an den Anschlussstellen (Vergaser, Motor) nicht dicht ab. Ich werde ihn mal, wenn ich die Gelegenheit wieder habe, von der Vespa Sprint austauschen (wenn er passt).

Kann mir vielleicht jemand sagen, wie ich zuverlässig prüfen kann ob genug Sprit in den Brennraum kommt? Wenn ich lange ohne Zündung kicke und dann die Zündkerze rausnehme, dann ist sie nicht so sehr nass. Lediglich ein ganz wenig Sprit befindet sich im Gewinde.

Ich habe auch den Unterdruckschlauch zum Benzinhahn überprüft. Ich habe mit dem Mund daran gesaugt und das Ventil schaltet auch. Allerdings weiß ich nicht, ob vielleicht der benötigte Unterdruck nicht erreicht wird. Allerdings denke ich aber auch, dass es nicht daran liegt, weil ich den Vergaser schon vorbefüllt habe, indem ich am Unterdruckschlauch gesaugt habe (Vergaser läuft voll) und er mit dieser Füllung ja schon einige Minuten im Standgas laufen sollte.

Es ist wirklich sehr kurios. Ich habe keine Ansätze mehr wo ich weiter suchen soll. Aber vielleicht habe ich ja irgendwo etwas übersehen...


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BeitragVerfasst: So 26. Aug 2018, 18:43 
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Pabst, mach dir nicht unnötige Gedanken, von wegen vielleicht habe ich was übersehen.
Was willst du denn übersehen haben?
Mach die Vergaserrevision und tausche den Ansaugstutzen pauschal aus.
Wenn der Fehler dann noch da, ist kannst du die erste Frage immer noch stellen.

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BeitragVerfasst: Di 28. Aug 2018, 22:04 
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Danke, habe den Fehler jetzt gefunden.

Ich hatte den Schlauch vom Ansaugstutzen direkt zu Beginn der Reparatur auf Seiten des Ansaugstutzen u/ einen cm gekürzt und neu aufgesteckt. Im Laufe der Arbeiten habe ich diesen allerdings oft abgezogen und wieder aufgesteckt. Dadurch ist der Anschluss zum Ansaugstutzen undicht geworden, worüber er sich die Falschluft gezogen hat.

Danke und viele Grüße,


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BeitragVerfasst: Mi 29. Aug 2018, 07:57 
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roberto1 hat geschrieben:
Und zusätzlich einen neuen Benzinhahn einbauen.



Hatte ich überlesen. Ist ja schon gemacht worden


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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2018, 19:08 
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Der Schlauch war leider doch nicht der Fehler.

Bin gerade dabei den Zylinder zu tauschen. Kann jemand sagen, ob das Polrad gerade auf Oberer Totpunkt OT steht? Ich habe leider keine eindeutige Markierung gefunden.

Außerdem wäre noch interessant, ob jemand auf dem zweiten Bild erkennen kann, ob die Markierung des Nockenwellenritzel in der richtige Position (Polrad ist zum Zeitpunkt des Bildes in dem Zustand (OT ?), wie es auf dem ersten Bild zu erkennen ist). Gibt es Toleranzen beim Einstellen, oder ist es fatal, wenn man das Ritzel um 2mm zu weit/zu wenig dreht?

Und eine letzte Frage zu Bild 3: Mir ist hier das Gewinde des Kettenspanners kaputt gegangen. Muss es an dieser Stelle komplett dicht sein? Ich kann die Schraube nämlich nicht mehr so fest anziehen.


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BeitragVerfasst: So 30. Sep 2018, 12:34 
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Dann reduziere ich mal die Frage, in der Hoffnung, dass vielleicht dann jemand darauf antwortet:

Wie kann ich über das Polrad sehen, wo der obere Totpunkt ist und es wäre noch sehr gut, wenn jemand wüsste, wie ich den Zündzeitpunkt erkennen kann.
Leider sind irgendwie keine (hilfreichen?) Markierungen vorhanden.


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BeitragVerfasst: Di 9. Okt 2018, 15:59 
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Auch wenn die Hilfe hier eher mäßig ausgefallen ist, möchte ich für andere hier schreiben, was jetzt tatsächlich das Problem war:
Nachdem klar war, dass der Vergaser funktioniert und auch der Zündfunke einwandfrei war, konnte es fast nur noch am Motor liegen.

Eine Kompressionsmessung führte zur entscheidenden Erkenntnis. Es waren nur 5 bar, Stadt 11,5 bis 12 bar. Mit einem Messfühler konnte man das Ventilspiel überprüfen und man konnte sehen, dass drei von vier Ventilen kein Spiel hatten sondern press an den Hebeln saßen.

Nachdem die richtigeb shims zum justieren des Ventilspieles organisiert und eingebaut waren lief der Motor los.
So lässt sich auch gut erklären, warum der Motor nur bei über 30 Grad gelaufen ist. Erst ab dieser Temperatur war das war das Ventilspiel groß genug, dass mit Motor loslaufen kann.


Zuletzt geändert von DerBabst am Mi 10. Okt 2018, 08:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2018, 05:45 
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Pabst, ich gratuliere dir.
Ehrgeiz zahlt sich immer aus.
Manchmal bekommst du zwar nicht die erwartete Lösung aber immer neue Erkenntnisse.
Meistens aber beides. :D

Jetzt kommen einige Fragen bei mir auf:

Wo lag die Ursache?
Vergessener Wartungsintervall?
Was hat denn der Motor gelaufen?
Wie hast du die Plättchen ohne Spezialwerkzeug austauschen können?
Oder hast du das Teil gleich "mitorganisiert"?

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BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2018, 08:42 
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1. die Ursache: Wie anfangs beschrieben hatte der Roller beim Kauf lange gestanden. Vlt wurden aber auch falsche Shims eingelegt. Ich weiß es nicht, habe ihn ja defekt gekauft.
2. Laufleistung: ca 15t km
3. Spezialwerkzeug: Brauch man keins. Entweder man drückt die Ventilfedern irgendwie so runter, oder man nimmt ein Rohr mit einem 10mm innendurchmesser (Außendurchmesser möglichst nur geringfügig größer als Innendurchmesser, also ein dünnwandiges) und sägt längs zwei Rillen bis zur Mitte ein und bricht das Mittelstück heraus. Das sogenannte "Spezialwerkzeug" ist also sehr einfach selbst zu bauen.
Eine Fummelarbeit bleibt es trotzdem (pinzette) und ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde, wenn der Motor noch ganz normal eingebaut wäre. Hatte ihn auf dem Tisch gehabt.


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