Inspektion und danach auftretendes Kaltstartproblem

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dirksaller
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Inspektion und danach auftretendes Kaltstartproblem

#1 Beitrag von dirksaller » Mi 7. Feb 2024, 14:08

Hallo in die Community.

Ich habe mir 2012 eine LX50 neu gekauft. Meine Fahrleistung ist überschaubar. Ich habe gerade (vorbeugend) die vierte Inspektion machen lassen (ca. 6500 km). Die Vespa lief bisher immer problemlos. Jetzt hole ich die Vespa ab und habe zwei Probleme. Das erste interessiert mich nun vorwiegend:

1. Der Kaltstarter funktioniert seit Abholung nicht mehr einwandfrei und die Vespa startet nicht mehr normal. Insbesondere dreht der Motor am Anfang nicht mehr hoch. Manchmal muss man enorm lange manuell starten, bis es klappt. Ich habe die Vespa zurück gebracht. Ergebnis: der Mechaniker sagt mir, dass das Kaltstartventil nicht mehr richtig ein- und ausfahren würde und, dass das gar nichts mit der Inspektion zu tun habe.

2. Die Rechnung der Inspektion erscheint mir deutlich höher als früher (ca. 250 € in 2018, jetzt 460 € 2024, wobei aktuell auch Vorder- und Hinterrad neu bereift wurden). Die aktuelle Rechnung (ohne bevorstehende Reparatur Kaltstartventil) beinhaltete die 2 Bereifungen (ca. 130 € brutto) plus Inspektion zzgl. 1 Reifenschlauch, Zündkerze, 0,8 l Motoröl, Vergaser- und Membranblock, Ansaugstutzen, 3 l Kraftstoff und 3 Stunden Arbeitsaufwand.

Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn ich einen Plausibilitätscheck bekommen kann, vor allem, ob es wirklich einen so großen Zufall gibt, dass das Kaltstartventil genau an dem Tag beginnt, Probleme zu machen, an dem die Inspektion erfolgt ist. An solche Zufälle möchte ich nicht glauben.
Leider ist die nächste Vespa-Werkstatt etwas weiter weg (Ländlicher Raum).

Gruss,
Dirk

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GTS77
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Re: Inspektion und danach auftretendes Kaltstartproblem

#2 Beitrag von GTS77 » Mi 7. Feb 2024, 14:27

Möglich ist erst einmal alles - manche schließen heute eine Versichrung ab und morgen haben sie einen Schaden. Wenn Kunden bei uns ihre Motorräder abholen, dann kann es auch sein, das genau in diesem Moment die Batterie des Zündschlüssel leer ist - von jetzt auf gleich sozusagen.

Preise von 2018 mit aktuellen Preisen zu vergleichen ist Quatsch - zumal jetzt auch noch Reifen dazu gekommen sind - inklusive 3 Stunden Arbeitszeit ist der Preis doch mehr als akzeptabel (in Vertragswerkstätten sind Stundenverrechnungssätze von teilweise über 100€ normal)

Und das nach 10 Jahren mal ein Kaltlaufregler kaputt geht, ist auch nicht ungewöhnlich - denkst du etwa, die Werkstatt hat hier rumgefummelt um dir einen neuen Regler zu verkaufen ?? Das halte ich für unwahrscheinlich - allerdings hätte der Händler dich darüber informieren können mit der Frage, ob das Teil erneuert werden soll, wenn da sowieso schon dran gearbeitet wird.
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megafoxx
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Re: Inspektion und danach auftretendes Kaltstartproblem

#3 Beitrag von megafoxx » Mi 7. Feb 2024, 14:45

Ich gebe noch zusätzlich zu bedenken, dass abhängig des zeitlichen Ablaufs der Werkstatt das defekte Kaltstartventil gar nicht aufgefallen sein muss (do ähnlich die das Beispiel der Schlüsselbatterie). Kann mir nicht vorstellen, dass eine Werkstatt „absichtlich“ einen Fehler übersieht.

Im übrigen: 460€ - 130€ Reifen - 250€ vergleichbare Inspektion in 2018 = 80€ -> entspricht den Montagekosten für die Reifen / ggf. Kleinteile / Inflation / Rundungsdifferenz / etc.
Kommst doch gut bei weg. Sehe da GAR KEIN Thema…

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deeno67
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Re: Inspektion und danach auftretendes Kaltstartproblem

#4 Beitrag von deeno67 » Mi 7. Feb 2024, 16:25

Lese ich da richtig? Ein Reifenschlauch beim Neureifen? Warum wurde der denn in Rechnung gestellt bzw. verbaut? Ist das bei Tubeless-Reifen überhaupt zulässig?
Vespa 50 -> Vespa PK 50S -> Vespa PX 200 E Lusso -> Piaggio Sfera 50 -> Vespa Cosa 200 -> Vespa ET4 -> Vespa GT 125 -> Vespa LX 125 -> Vespa Sprint 125 i.e.

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GTS77
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Re: Inspektion und danach auftretendes Kaltstartproblem

#5 Beitrag von GTS77 » Mi 7. Feb 2024, 16:54

deeno67 hat geschrieben:
Mi 7. Feb 2024, 16:25
Lese ich da richtig? Ein Reifenschlauch beim Neureifen? Warum wurde der denn in Rechnung gestellt bzw. verbaut? Ist das bei Tubeless-Reifen überhaupt zulässig?
Tubeless Reifen TL dürfen grundsätzlich auch mit Schlauch gefahren werden - Schlauchreifen TT dürfen NUR mit Schlauch gefahren werden.

Was das jetzt aber bei einer 50er für einen Hintergrund hat, kann ich mir auch nicht erklären.
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roberto1
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Re: Inspektion und danach auftretendes Kaltstartproblem

#6 Beitrag von roberto1 » Mi 7. Feb 2024, 20:01

dirksaller hat geschrieben:
Mi 7. Feb 2024, 14:08
Hallo in die Community.

Ich habe mir 2012 eine LX50 neu gekauft. Meine Fahrleistung ist überschaubar. Ich habe gerade (vorbeugend) die vierte Inspektion machen lassen (ca. 6500 km). Die Vespa lief bisher immer problemlos. Jetzt hole ich die Vespa ab und habe zwei Probleme. Das erste interessiert mich nun vorwiegend:

1. Der Kaltstarter funktioniert seit Abholung nicht mehr einwandfrei und die Vespa startet nicht mehr normal. Insbesondere dreht der Motor am Anfang nicht mehr hoch. Manchmal muss man enorm lange manuell starten, bis es klappt. Ich habe die Vespa zurück gebracht. Ergebnis: der Mechaniker sagt mir, dass das Kaltstartventil nicht mehr richtig ein- und ausfahren würde und, dass das gar nichts mit der Inspektion zu tun habe.

2. Die Rechnung der Inspektion erscheint mir deutlich höher als früher (ca. 250 € in 2018, jetzt 460 € 2024, wobei aktuell auch Vorder- und Hinterrad neu bereift wurden). Die aktuelle Rechnung (ohne bevorstehende Reparatur Kaltstartventil) beinhaltete die 2 Bereifungen (ca. 130 € brutto) plus Inspektion zzgl. 1 Reifenschlauch, Zündkerze, 0,8 l Motoröl, Vergaser- und Membranblock, Ansaugstutzen, 3 l Kraftstoff und 3 Stunden Arbeitsaufwand.

Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn ich einen Plausibilitätscheck bekommen kann, vor allem, ob es wirklich einen so großen Zufall gibt, dass das Kaltstartventil genau an dem Tag beginnt, Probleme zu machen, an dem die Inspektion erfolgt ist. An solche Zufälle möchte ich nicht glauben.
Leider ist die nächste Vespa-Werkstatt etwas weiter weg (Ländlicher Raum).

Gruss,
Dirk
Und was soll der Plausiblitätscheck bringen?

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mikesch
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Re: Inspektion und danach auftretendes Kaltstartproblem

#7 Beitrag von mikesch » Do 8. Feb 2024, 12:08

Wenn der kalte Motor nicht mehr hochdreht liegt es an einem klemmenden oder defekten E-Coke.
Erklärung: der Choke geht nicht mehr in die Ausgangslage zurück.
Es findet keine StartAnfettung statt und der Chokeluftkanal seitlich im Chokezylinder wird nicht freigegeben.
Auswirkung: der Motor startet ohne Choke sehr schlecht und wenn er dann läuft dreht er noch nicht mal hoch und muß am Gasgriff am leben gehalten werden.
Tip: E-Choke austauschen, Problem gelöst.

Viel Spaß dabei einen defekten Choke der Werkstatt in die Schuhe zu schieben.
Dabei nicht vergessen das der E-Choke ein Verschleißteil ist.

Sag sie sollen einen neuen bestellen und dann austauschen.
Mit gebrauchten Chokes kann man Glück haben,
Mehr als 50% glaube allerdings nicht.

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