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 Betreff des Beitrags: Verharzten Tank reinigen - aber wie?
BeitragVerfasst: Sa 24. Feb 2018, 23:55 
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Hallo zusammen,

nachdem ich mich nun seit einem halben Jahr immer mal wieder nach einem neuen Tank für meine PX umgeschaut habe (der alte hat einen Riss), bin ich gestern fündig geworden. Die Substanz des Tanks ist richtig gut: Guter Lack, keine Risse, kein Rost. Aber leider innen völlig verharzt. Auf dem Boden ist so eine richtig dicke schwarze Schicht. Oberhalb davon ist alles voller gelblicher Krümel. Irgendwas von Benzinkristallen meinte der Verkäufer... Den Benzinhahn habe ich demontiert, so konnte ich die Mutter mit dem Schmodder drauf mal in die Hand nehmen. Das ist so richtig zäh und klebrig, wie Kaugummi.

Darunter ist aber schönes blankes Blech. Nur, wie bekommt man den ganzen Schmodder da am besten und schonendsten raus?

Probiert habe ich heute:
- 15 min heißes Wasser mit Backpulver
- 15 min heißes Wasser mit nem Spritzer Zitronensäure.

Davon zeigte sich der Schmodder ausgesprochen unbeeindruckt.

Allzu aggressiv würde ich ungern zu Werke gehen, damit das jungfräuliche Blech nicht angegriffen wird und sich hinterher hier Rost festsetzen kann. Bei rostigen Tanks holt man ja z.B. vor der eigentlichen Sanierung mit Kieselsteinen o.ä. das Gröbste raus - da hätte ich aber eben genau diese Bedenken. Idealerweise würde also der Harz / die Kristalle gelöst, aber das Blech nicht angegriffen. Zu bieten hätte ich noch, den Tank durch die beiden Öffnungen mit Nussschalengranulat zu strahlen, zumindest dort, wo man damit hinkommt.
Was haltet Ihr davon? Hat jemand viellecht einen Tipp oder Erfahrungswerte?

Vielen Dank schon mal und viele Grüße,

Martin


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 00:04 
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Von verdünnter Zitronensäure habe ich als Mittel gegen Harz im Tank auch schon gehört. Vielleicht funktioniert das bei Dir, wenn Du die Konzentration erhöhst? Wieviel ist bei Dir „ein Spritzer“?

Viele Grüße, Matthias


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 00:14 
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Lackiert ist der Tank ja von innen nicht. Die nichtflüchtigen Kraftstoffrückstände die da verblieben sind, sind nicht wasserlöslich - also muss ein Lösungsmittel ran, wenn frisches Benzin den Schnodder nicht ausreichend anlöst, Nitroverdünnung oder Aceton versuchen. Bei letzteren beiden schauen dass die Umgebung gut durchlüftet ist und Du den Tankdeckel offen lässt, die Acetondämpfe sollten ausserhalb des Tanks dann keine so grosse Konzentration aufbauen können dass diese den Lack beschätigen.

Zitronensäure taugt bei Rost, aber nicht gegen Öliges Zeug.


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 06:25 
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Bild doppelt.

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Zuletzt geändert von mikesch am So 25. Feb 2018, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 06:34 
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Vespa: ET4 M04, LX125i.e. T
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Als bekennender Bild Fan kann ich nur Oranex empfehlen. <klick>
Wird unter anderem aus Orangenschalenöl hergestellt.
Gut, trinken kannst du das Zeug nicht obwohl es angenehm nach Orangen richt.

Die Reinigungswirkung ist vergleichbar mit Terpentin.
Ideal bei öligen Verschmutzungen.
Sogar Kugelschreiber auf weißem Hemd geht ab.
Verdünnung, Aceton oder andere Keulen brauchst du dann nicht mehr.
Ich benutze Oranex seit mehr als 25 Jahren in den Bereichen Haushalt, Auto und Werkstatt.

Übrigens, Zitronensäure auf Blech = Rost.
Unedles Metall oxidiert zwangsläufig durch Zitronensäure.
In deinem Fall nicht empfehlenswert.
Dagegen zum entkalken von Waschmaschine, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Spülmaschine usw. voll empfehlenswert.
Hier keinesfalls Essig oder sogar Essigessenz nehmen. Viel zu agressiv.
Oh, ich schweife ab.

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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 08:35 
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Habe das vor Kurzem bei mir bei einem Lambretta-Tank mit einer Reinigungsmischung vom TankDoc gemacht (http://tankdoc-shop.de/Reiniger-Reiniger-fuer-Stahl-342g/a60117137_u12354_z5262f8c9-ba46-4a74-9501-39a66b137a67/). Ging absolut wunderbar.


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 09:53 
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Nim einfach a mörtelmaschiene decken rein glascherben von autoscheibe und split in den tank. Tank in die mörtelmaschiene und laufen lassen.

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:vespa: Aktuelle: 100.000km g*
"des einen freud des andern leid, ich weiß über freud bescheid"
meine rechtschreibung wurde schon oft diskutiert.
die diskusion darüber macht forums themen kaputt.
mich interessiert es nicht-die mich hier kenne auch nicht.
wer seinen Senf dazu gibt, wird dem admin gemeldet.
ich bemühe mich.
www.rechtschreibpruefung24.de


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 10:03 
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Vespa: bj1990PK50XL2/GTS300
Land: deutschland
https://m.youtube.com/watch?v=zxBWcxCdNWw
ein beispiel video. Ich hab meinen tank inen reingebracht. Und ihn drei stunden laufen lassen. Versigelt hab ich ihn genauu so.

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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 11:06 
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vespisti_01 hat geschrieben:
https://m.youtube.com/watch?v=zxBWcxCdNWw
ein beispiel video. Ich hab meinen tank inen reingebracht. Und ihn drei stunden laufen lassen. Versigelt hab ich ihn genauu so.

Die Idee ist gut, aber ich habe aus dem Baumarkt einen 25kg (ca. 3,50€) Split gekauft, dass ist besser als die dicken Steine.

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Alle meine Beiträge wurden von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst.
Wer nach meinen Beiträgen vorgeht, macht dies ausdrücklich auf eigene Gefahr.
Wartung und Reparaturen besonders an Bremssystem,
Fahrwerk sollten ohnehin nur in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 11:28 
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Hi,


Ich hatte das gleiche Problem - sah noch schlimmer aus - - aber keine Mörtelmaschine. Als ersten Schritt habe ich eine alte Dose Bremsenreiniger reingehauen. Brachte nicht viel. Dann habe ich Split und alte Schrauben verwendet und Nitroverdünnung. Das oben genannte Bio- Produkt kannte ich nicht, sonst hätte ich das versucht. Statt Mörtelmaschine hab ich ein Holzkreuz „gezimmert“, in der Mitte eine Schlossschraube. Auf das Kreuz habe ich den Tank mit Haltegurten verzurrt und dann eine alte Bohmaschine zweckentfremdet. Die Idee dazu habe ich irgendwo auf YouTube gefunden.

Dann bin ich einen Schritt weitergegangen und habe mir ein Versiegelungsset geholt. Hier scheiden sich für gewöhnlich die Geister :lol: . Falls Dich der Name interessiert, müsste ich mal in den Keller. Dabei ist auch eine Reinigungsflüssigkeit. Mit dem Endergebnis bin ich bis heute sehr zufrieden.

Gruß aus dem Neandertal

_________________
Vespa 90 Racer, Bj. 1972
Vespa 300 GTS Touring ABS/ASR Bj. 2016
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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 13:40 
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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
Na toll, da denkt man, man probiert erstmal ein, zwei "harmlose" Methoden und schon ist das falsche dabei - Zitronensäure. :klatschen:
Naja, war nicht lang und nicht viel - ich hoffe einfach mal, dass die Schmodderschicht immerhin dazu gut war, das Blech zu beschützen...

Dann versuche ich erstmal:

- Oranex. Davon hatte ich auch an anderer Stelle mal lobend gelesen. Wollte ich mir eh mal bestellen, dann kann ichs ja auch gleich am Tank ausprobieren. Nur, wie viel? Wird das verdünnt und dann der Tank komplett befüllt? Oder besser pur und dann umherschwenken? Damit pur den Tank komplett füllen schließe ich einfach mal aus.

- Dieser Tankdoc-Reiniger liest sich eigentlich auch genau nach dem, was ich brauche.

Die restlichen Methoden, den Tank mit Scherben oder ähnlichem zu füllen, möchte ich erstmal hinten anstellen. Ist ja wie gesagt kein Rost und dort wo kein Schmodder ist, keimt die Hoffnung, dass er anschließend gar nicht versiegelt werden muss.

Nun ist ja bei dem Tankdoc-Reiniger eine Anleitung dabei. Hat jemand zu Oranex / Aceton / Terpentinersatz und Konsorten Anhaltspunkte, wie bzw. wie lange das einwirken muss? Ich habe jetzt mal die Benzinhahnmutter als Versuchskaninchen in nen Schluck Terpentinersatz eingelegt. Man möge es mir verzeihen - das stand halt im Keller.

Gruß Martin


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 18:14 
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Martin, bestell dir einen Liter, das ist am günstigsten.
Den Rest kannst du im Haushalt oder am Auto verwenden.
Deine Frau wird begeistert sein, besonders bei uralt Verschmutzungen an Griffen, Klinken, Steckdosenblenden, Fensterrahmen wirkt es wunderbar. Die Gegenstände sehen danach wie neu aus.

Vorsicht bei sehr empfindlichen Kunststoffen z.B. Plexiglas.
Erst eine kleine Stelle testen.

Für deinen Tank würde ich es pur verwenden.
Ich würde erst mal so viel hineinkippen bis die Verharzung bedeckt ist.
Ich nehme an 200-250ml reicht.
Dann gut einwirken lassen und gelegendlich schwenken.
Eventuell mechanisch durch die Tanköffnung den Schmodder gelegendlich umrühren.
Bei Bedarf eine Nacht den Schmodder gut bedeckt mit frischem Oranex einwirken lassen.
Später mit klarem Wasser nachspülen und gut auf der Heizung trocknen lassen. (stinkt nicht)
Viel Erfolg. :D

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BeitragVerfasst: Mo 26. Feb 2018, 15:32 
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Vespa: APE TM
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mikesch hat geschrieben:
Als bekennender Bild Fan kann ich nur Oranex empfehlen. <klick>
.


Ich hatte echt einen freudschen Verleser bei dem Satz, und Ihr wollt gar nicht wissen was ich gelesen habe :lol: :lol:

Ich wollte sagen, Diesel macht sich auch recht gut als Mittelchen

Mac


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BeitragVerfasst: Mo 26. Feb 2018, 16:08 
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Beiträge: 9
Vespa: PX
Land: Deutschland
Oranex ist super! Und das kann man für weit mehr als für den Tank verwenden. Allerdings sollte man es nicht auf Holz verwenden!


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BeitragVerfasst: Mo 26. Feb 2018, 21:54 
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Beiträge: 235
Wohnort: Raum Obb.
Vespa: Primavera 3V
Land: Deutschland
Wenn es nicht so giftig wäre : Salmiakgeist ( verdünnt verwenden )

VG Jochen

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Vespa Primavera 125 3V ie


Naturalmente Klemmfaust !


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