Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

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Vespa777
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Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#1 Beitrag von Vespa777 » So 10. Feb 2019, 20:06

https://www.hessenschau.de/panorama/eig ... r-100.html

Nochmal zur Information für alle, die so euphorisch in Bezug auf E-fahrzeuge sind. Ich hatte das in ein paar Threads angesprochen. Es wurde leider relativiert.
Nur, dafür gibt es keine Lösung. Man muss eigentlich diesen Fahrzeugen die Einfahrt in geschlossene Räume, wie Tiefgaragen und Parkhäusern unrersagen. Das Inferno ist im Brandfall nicht unter Kontrolle zu bringen...
Die ersten Feuerwehren haben bereits Bassincontainer angeschafft, in denen die Fahrzeuge im Brandfall versenkt werden. Verdampfendes Wasser wird einfach nachgefüllt. Nur was passiert mit den Insassen...

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Hansebaron
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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#2 Beitrag von Hansebaron » Mo 11. Feb 2019, 13:11

Absolut deiner Meinung!

Die eMobilität wie wir sie jetzt erleben, ist eine unausgegorene, halbfertige Interimslösung mit mäßiger Öko-Bilanz für Eigenheimbesitzer mit Lademöglichkeit!

Rauchern fliegen teilweise ihre eZigaretten um die Ohren und sprengen den Kiefer weg.
Note7 Akkus explodierten, brannten und wurden auf Flugreisen ausgeschlossen.
Daran sieht man, was nur ein klitzekleiner Akku der Lithium-Ionen-Bauweise bewirken kann.

Nun multiplizieren wir das aufsteigend mit dem eBike-Akku -> Vespa Elettrica Akku -> Tesla Akku -> Bus-Akku etc.pp.
Von den bekannten Problemen wie signifikanter Leistungseinbuße bei Kälte ganz zu schweigen. Bis zu 41% weniger Reichweite!
Absolute Betatest-Phase augenblicklich für mich.

Wenn die Technik, die Akkus, die Motoren in ein paar Jahren ihre Standfestigkeit unter Beweis gestellt haben, und man zum Aufladen unterwegs kein Hotelzimmer mehr wegen der abartig langen Ladezeiten buchen muss, wird das Thema neu bewertet. Frühestens. :idea:

Vielleicht hat sich dann aber schon die Brennstoffzelle etabliert, und gute Autos wie der Hyundai NEXO oder Toyota MIRAI kosten keine 70.000,- Taler mehr. ;)

Nur 3 Minuten tanken, 700km Reichweite, ~1kg Wasserstoff auf 100km, und wenn die Herstellung von Wasserstoff mittelfristig dann noch regenerativ wird: CHAPEAU! :klatschen:
Die Shell (4km von hier) ist bereits eine Wasserstoff-Tankstelle.

Gruß, Dee

https://www.focus.de/auto/elektroauto/a ... 05788.html

https://www.welt.de/motor/news/article1 ... epsis.html
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mikesch
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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#3 Beitrag von mikesch » Mo 11. Feb 2019, 15:09

Hansebaron hat geschrieben:Absolut deiner Meinung!...Rauchern fliegen teilweise ihre eZigaretten um die Ohren und sprengen den Kiefer weg...
Ja ne...is klar.

Warscheinlich eine Reaktion der Zigarettenindustrie.
Hilfe, das Tabakmonopol bröckelt.
Verbreitung am sichersten über Sozialmedia.

Wichtig ist mitschwimmen im Mainstream.
Das geht auch mit alternativen Fakten ganz gut. Quelle: egal.

Übrigens der Note7 Akku ist nicht klitzeklein sondern normal bis groß und müsste nach deiner deiner Beschreibung die Explosionskraft einer Handgranate haben.
Hat er aber nicht.
Übrigens ist jedes 10Zoll Tablet mit einem größeren Akku als der des Note7 ausgestattet.

Hier mal ein paar Fakten für Leser mit etwas techn. Verständnis zum Vergleich.

E-Zigarenttenakku 9W/h.
Note7 Akku 25W/h.
Fahrraantriebsdakku 500-1000W/h.
E-Rollerantriebsakku 1500-2500W/h.
Autoantriebsakku 20.000 - 60.000W/h.
Teslaakku 100.000W/h.

Die Energiemenge oder "Explosionskraft" ist analog zur Kapazität.

Nochmals der Hinweis das ein brennender Li Akku keinesfalls mit Wasser gelöscht werden darf da Wasser die chemische Reaktion von Li stark beschleunigt.
Ein brennender Akku darf auch nicht mit Wasser "gekühlt" werden.
Zwar nicht direkt vergleichbar aber ähnlich: brennendes Fett/Öl mit Wasser löschen.
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Vespa fahren der sinnigste.

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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#4 Beitrag von wolleP » Mo 11. Feb 2019, 16:30

Ich hab mich damit abgefunden das mein Renault Zoe so ne Art Atombombe für Arme ist.
Hab aber trotzdem keine Angst damit zu fahren :mrgreen:
Wir haben jetzt die ersten NIU NGT bekommen die haben ein 80er Kennzeichen und dürfen 70 Km/h fahren.
Macht echt Spaß diese lautlose Monsterbeschleunigung zu genießen.
Alle unsere NIU Kunden sind best zufrieden. Keine Probleme und günstige Inspektionen.
Wir hatten erst einen kaputten Akku...und da hat der Kunde seinen Roller in den Kanal geschmissen
oder besser gesagt der Sturm hatte den da hinein geweht... :shock:
Neuer Akku und Roller fährt wieder, die Eletronik hats überlebt.

Also hört nicht auf das E bashing. Das einzige was hilft ist ausprobieren und ne eigene Meinung bilden.
Es muss ja noch niemand elektrisch fahren. :bier:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da bin ich großzügig

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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#5 Beitrag von Rita » Mo 11. Feb 2019, 17:44

@ Mikesch

Tesla hat 100kwh also 100.000wh nicht w/h

dito auch bei den anderen berichtigen....

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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#6 Beitrag von usalabici » Mo 11. Feb 2019, 18:15

Die Reichweiten werden dann wahrscheinlich genau so realistisch angegeben, wie bei meinem Viking Akku-Rasenmäher. Die angegebenen 700 qm schafft man vielleicht, wenn er so eingestellt wird, daß er von einem kurz geschnittenen Rasen noch einen Millimeter abschneidet und man dann ohne Fangkorb 1500 Meter geradeaus läuft (vielleicht auf einem Segelflugplatz...). Für meine knapp 300 qm Rasen benötige ich jedenfalls zwei Akku-Ladungen.
Mir fällt gerade ein, daß ich den Akku (178 Wh) zum frostfreien Überwintern in den Keller gebracht habe - ist vielleicht doch keine so gute Idee...
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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#7 Beitrag von mikesch » Mo 11. Feb 2019, 18:24

Vielen Dank für deinen Hinweis, aber...
100kw/h sind 100.000w/h da kannst du nix machen Rita.

Die Zahlen und Einheiten sind richtig.
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Vespa fahren der sinnigste.

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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#8 Beitrag von avanti » Mo 11. Feb 2019, 19:00

Na, dann werden die Nikola-Trucks als Megawattstunden-BEVs ja ne brandheiße Nummer.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 03309.html

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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#9 Beitrag von usalabici » Mo 11. Feb 2019, 19:06

Es geht um Wattstunden und nicht um Watt pro Stunde.
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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#10 Beitrag von Hansebaron » Mo 11. Feb 2019, 19:14

Ach Mikesch... :lol:

BILD dir deine Meinung.

Meine beiden Links hast du offenbar gar nicht gelesen. Sind wohl auch Fake-News.

Und AAA ist gar kein amerikanischer Automobilclub, sondern ein Akku-Format. Oder Manuel Neuer. :roll:

:harve:

Man soll ja auch nicht glauben, was man nicht mit eigenen Augen gesehen hat, und damit meine ich kein Filmchen bei Youtube.

Richtig, schön Mainstream mit der überwiegenden Mehrheit, die berechtigter Weise noch sehr skeptisch der E-Mobilität gegenüber stehen.

Dass ich mich mit Dir hier nicht fundiert darüber austauschen kann, ist mir klar.

Wollte ich auch gar nicht. :cafe:
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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#11 Beitrag von Rita » Mo 11. Feb 2019, 19:22

mikesch hat geschrieben:Vielen Dank für deinen Hinweis, aber...
100kw/h sind 100.000w/h da kannst du nix machen Rita.

Die Zahlen und Einheiten sind richtig.
NÖ!!
:P ;)
100kw/h wäre ein verbrauch.....den man mitm Tesla aufm Nürburgring schaffen kann....
Acku in 1 H leerfahren.... :o ;)

100kwh ist die Kapazität

Acku von meinem Sprinter hat 1,2 kwh

1 kw = 1000w
100Ah bei 12V Acku >> 1.200VAh >> 1.200 wh = 1,2kwh

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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#12 Beitrag von mikesch » Mo 11. Feb 2019, 19:50

Du kannst die Kapazität der Akkus auch in A/h ausdrücken.
Das geht aber nur wenn du die Klemmenspannung genau weißt.

Beispiel mein Startakku hat 12A/h.
Das sind bei 12V 144W/h.

Bei einem 36V Fahrradakku hat ein 12A/h Akku schon 432W/h.

Wegen der uneinheitlichen Betriebsspannung der Antriebsakkus hat man sich deshalb bei der Kapazität auf W/h geeinigt.

Und die typischen Kommafehler sind sehr menschlich.
Da nützt auch der beste Rechner nichts, weil er von Menschen bedient wird.

@Hansebaron, du hast mich schon verstanden, oder gibt es überprüfbare Fakten für die Kieferwegsprengzigarette?
Ja, tut mir Leid, ich habe damit nicht angefangen.

In Staaten mit Tabaksteuer kann man sich noch ganz andere Qellen dieser "News" vorstellen.
Oder wird das Dampföl schon besteuert.

Die Tabakindustrie muss ihre Gewinne nun um einige Milliarden nach unten korrigieren, die ärmsten.
Zuletzt geändert von mikesch am Mo 11. Feb 2019, 20:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#13 Beitrag von avanti » Mo 11. Feb 2019, 20:00


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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#14 Beitrag von kölle-st18 » Mo 11. Feb 2019, 20:08

Bleibt noch zu erwähnen, dass der Tesla-Akku ca. 600kg wiegt.
Benzin = ca. 0,75kg/L
600kg/0,75kg/L = 800L Benzin (ohne Tankgewicht)
Alle meine Beiträge wurden von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst.
Wer nach meinen Beiträgen vorgeht, macht dies ausdrücklich auf eigene Gefahr.
Wartung und Reparaturen besonders an Bremssystem,
Fahrwerk sollten ohnehin nur in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.

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Re: Nochmal was zur Feuergefährlichkeit von E-Fahrzeugen

#15 Beitrag von mikesch » Mo 11. Feb 2019, 20:10

Man lernt nie aus.
Ich wußte bis jetzt den Namen der Amiblödzeitung noch gar nicht.
Danke.
Ich lach mich schräg.
Im Amiland wird warscheinlich das Explosionzzeichen auf die E-Zigarette als Pflichtkennzeichnung aufgedruckt.
Stimmt, die haben die größte Tabakindustrie der Welt und kassieren Tabaksteuer.

@Kölle die Energiedichte von Benzin und Diesel wird vorläufig von Akkus nicht erreicht.
Sie ist verdammt hoch. Da kommt Wasserstoff im entferntesten nicht heran.
Das geht derzeit nur mit Sprengstoff.

Erst wenn das Öl knapp wird merken wir das wir all die Jahre über unsere Verhältnisse gelebt haben und wie teuer es in Wirklichkeit ist saubere Energie mit guter Ökobilanz zu erzeugen.
Atomstrom gehört unter dem Aspekt zu der teuersten Energie überhaupt.
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