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 Betreff des Beitrags: Wie bekomme ich mein Licht heller?
BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 00:03 
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Hallo liebe Gemeinde,

wie bekomme ich denn mein Licht bei der alten Vespa heller?
Wenn ich an der Ampel stehe ist es fast aus, man sieht den Blinker sehr schlecht und den Rest auch.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Es ist eine LML PX 150 Bj. 1995 (ist aber das alte Vespamodell mit Gemischschmierung)
Danke

Grüße Matthias


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BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 02:16 
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Ja was ist es denn jetzt? Eine LML oder eine Vespa? Mit oder ohne Batterie?
Der Scheinwerfer wird direkt von der Lima versorgt, bei niedrigeren Drehzahlen wird auch der Scheinwerfer ein wenig dunkler, das ist völlig normal. Wenn Du die Zündung einschlaltest, der Motor noch nicht läuft und Du dann feststellst, dass die Blinker nicht gehen, dann werden auch die Blinker von der Lima versorgt und sind bei Standgas weniger hell, alles voll normal. Sind die serienmässigen Glühbirnen verbaut? Es gibt ja Schlaumeier, die Birnen mit einer höheren Wattleistung irgendwo verbauen. Sind die Kontakte (auch an den Steckern) und Massestellen sauber und blank?


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BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 04:46 
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Wenn kein offensichtlicher Fehler vorliegt und das Licht zu dunkel ist darfst du nicht vergessen das die Lima einem normalen Verschleiß unterliegt.
In diesem Fall hat das Polrad in 24 Jahren einiges an magnetischer Feldstärke verloren.
Die Höhe der induzierten Spannung in einem Generator ist neben der Windungszahl, der Magnetfeldwechselgeschwidigkeit (Drehzahl) , dem Abstand zum Magneten besonders von der Feldstärke des Magnetfeldes des Polrads abhängig.
Selbst die Energie des Zündfunkens lässt mit wachsendem Alter und nachlassender Feldstärke nach.
In dem Alter sollte eigentlich das Polrad gegen ein neues ausgetauscht werden.
Da es sie in der Regel nicht mehr gibt kann man nichts an dieser zunehmenden Kraftlosigkeit machen.
Es gibt im Netz einige Videos in denen Profis zeigen wie die Magneten eines Polrads wieder aufgefrischt oder aufmagnetisiert werden können.

Leider ist der Aufwand für Normalanwender enorm und die erforderliche Fachkenntnis ziemlich hoch.
Es soll Firmen geben die sich auf diese Arbeiten spezialisiert haben.

Für den technisch interessierten wird hier der Ablauf der Prozedur geschildert. <klick>

Übrigens sollte man Dauermagneten vor Erhitzung und starken Stößen schützen um einen beschleunigten Verlust der Magnetkraft vorzubeugen.
Das kennt jeder der mal einen Schraubendreher entmagnetisieren möchte.
Ein kräftiger Schlag mit dem Hammer auf die Klinge genügt.
Ebenso reicht eine gute Erwärmung mit dem Brenner oder Heißluftföhn.

Die Erwärmung im Fahrbetrieb ist also die Hauptursache des Problems.
Bei den luftgekühlten deswegen immer schön die Kühlung auf sichere Funktion überprüfen.
Hier sitzen oft die Filterschwämme zu.

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BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 07:08 
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Es ist eine LML Vespa. Wurde nicht gerade mal wenig in den 90-er Jahren verkauft.
Ich tippe auf eine Masseproblem. Du solltest mal alle Kontakte, auch an den Seitenbacken etc. überprüfen und reinigen.

Viele Grüße
Wenne

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BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 12:05 
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Hallo Bibo

Die Ursache für das schwache Licht kann mehrere Gründe haben. Fakt ist, dass bei niedriger Drehzahl die elektromagnetischen Induktionen in der Lichtmaschine weniger Strom liefern, als bei hohen Drehzahlen. Weitere Informationen zur elektromagnetischen Induktion. <Klick>

Schwache Wechselfeldmagneten
Es kommt sehr selten vor. Ich kenne einige Vespas, die bereits um die 40 Jahre alt sind und deren Polräder haben immer noch genug Magnetstärke. Wechselfeldmagneten, welche sich im Polrad der Vespa oder LML befinden, verlieren ihre Magnetstärke hin und wieder durch diverse Ursachen. Ein Wechselfeldmagnet in einem Polrad der Vespa sollte einen handelsüblichen 19er Maulschlüssel halten können. Das ist die gängige Faustregel einiger Mechaniker, welche bereits öfters an Vespa- und LML Modellen geschraubt haben. Achten sollte man hier auch auf mögliche Schleifspuren im Polrad. Diese sind ein Anzeichen für andere Defekte.

Defekte Spulen
Was auch selten vorkommt, das sind defekte Spulen auf der Zündgrundplatte. Defekte sind hier schwer zu erkennen. Ich habe bereits Spulen gesehen, bei denen war der Kupferlackdraht hier und dort abgetragen, die haben aber immer noch funktioniert.

Defekte Stromkabel
Defekte Stromkabel sind ein häufiger Grund bei älteren Vespas ab einem gewissen Alter. Gerade im Bereich der Lichtmaschine an der Zündgrundplatte werden die Kunststoffhüllen durch die Verlegung und Temperaturunterschiede stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein weiterer Grund in diesem Bereich können brüchig gewordene Lötstellen sein.

Oxidierte Kontakte
Die oxidierten Steckverbindungen sind ein häufiger Grund für schlechte Stromübertragung. Diese kann man mit Schleifvlies polieren, bis diese wieder glänzen. Sind die Kabel an den Steckverbindungen brüchig, empfiehlt es sich, die Steckverbindungen zu erneuern.

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Pferd wurd irgendwann langweilig. Jetzt fahre ich Roller. Bild


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BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 12:27 
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Mathias,
du solltest prüfen, wie hoch die Spannung am Regler bei laufendem Motor am Eingang und am Ausgang ist. Wenn der Ausgang unter 12 Volt liegt, dann hast du ein Notlicht. Ein neuer Regler kostet 15 €uronen


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BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 12:37 
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Habe noch einen Hinweis falls sich jemand für das aufmagnetisieren von Polrädern interessiert und sich etwas dazu basteln möchte. (so wie ich)
In dem Viedo <klick> wird ein Schweißgerät als Stromquelle gezeigt.
So weit so gut, bitte daran denken das die Stromquelle in jedem Fall Gleichstrom sein muß.
Die Polung muß beachtet werden da sonst das Magnetfeld weiter abgeschwächt anstatt aufgebaut würde.
Würde ein handelsüblicher Wechselstromschweißtrafo angeschlossen, werden die Ringmagnetem im Polrad entmagnetisiert!

Wer die Feldstärke seines Polrads messen möchte kann dazu sein Handy benutzen.
Die meisten Handys besitzen heute Magnetsensoren für die Kompassfunktion.
Mit der entsprechenden App wird aus dem Handy ein Gaussmeter. klick
Die Schraubenschlüsselmethode könnte für den Kalibrierungsvorgang interessant sein.
Danach hätte der 19er als "Schätzeisen" ausgedient.
Nach erfolgter Aufmagnetisierung kann nun ein Messwert vorher - nacher ermittelt werden.

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BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 15:38 
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Danke erst mal für die Tips.
Wenn das Wetter wieder besser ist, werde ich mal versuchen alle Punkte abzuarbeiten :)

Grüße Matthias


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BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 16:43 
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Ich tauschte seinerzeit bei der PX den Scheinwerfer gegen den einer Cosa. Mit einem H4 Leuchtmittel mit 35 Watt war das Licht deutlich besser als die serienmäßige Bilux Lampe. 55 Watt zieht die Lima nicht, das Licht wird dunkler.

Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Sa 16. Mär 2019, 06:55 
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Im Nachgang muß ich feststellen das die im Video der Magnetisierungsanlage einen gravierenden Mangel hat.
Sie kann keine besondere bis keine Effizienz haben, da das erzeugte Magnetfeld zum größten Teil durch den Weicheisenmantel des Polrads kurzgeschlossen wird.
Die Magnetisierungsanker gehören wie im Wirkbetrieb selbstverständlich nach innen, dort wo im Betrieb auch die Magnetspulen sitzen.

Der Magnetisierungsanker kann wegen der geringen Größe der Spulen nicht aus einer ausgedienten original Ankerplatte hergestellt werden.
Es müßte das Negativ der Weicheisenkonstruktion der im Video abgebildeten Magnetisierungsanlage sein.
Falls sich jemand für eine effektiv funktionierende Magnetisierungsanlage für geschwächte Polräder interessiert könnte man per PN in Kontakt treten da ich keine Werkzeuge für derart grobe Metallkonstruktionsarbeiten besitze.
CNC Metallfräse wäre hier ideal.
Sonst bleibt nur Handarbeit mit Säge und Feile übrig.

An diesem Beispiel kann man erkennen welche relative Glaubhaftigkeit "Lernvideos" nicht nur bei Youtube haben.
Der Uploader des Videos ist nachweislich kein Profi da er diesen Konstruktionsmangel billigend in Kauf genommen hat.
Ich bitte mein Versehen zu entschuldigen.

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BeitragVerfasst: Sa 16. Mär 2019, 19:03 
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Lüfterräder gibt neu auch von LML
Im GSF gibt es einen der Lüras aufmagnetisiert.

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