GTS 125 auf Alpenpässe

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Alex72
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GTS 125 auf Alpenpässe

#1 Beitrag von Alex72 » Mo 10. Jun 2024, 19:26

Hat jemand Erfahrung mit einer GTS 125 über Alpenpässe 1500m+ ? Ich möchte mit dem Schwiegervater eine Tour machen im August und da würden wir auch die Nockalmstraße machen, die liegt so auf 2000m. Er sagt, dass seine 125er da abstirbt. Was kann man da dagegen tun? Mit meiner 300er sollte es ja kein Problem geben.

neos65
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#2 Beitrag von neos65 » Mo 10. Jun 2024, 19:33

Was sollte da passieren? Selbst wenn’s ein Modell mit Vergaser ist, dann kommt die mit 2000 Meter Höhe klar. Einfach fahren, Ölstand vorher kontrollieren und gut ist.

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rollermichi
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#3 Beitrag von rollermichi » Mo 10. Jun 2024, 19:36

:vespa: Deutlich langsamer wird sie. Da ziehen die 300er schon davon. Aber abgesoffen ist sie mir noch nicht.
No risk no fun- und fun werdet Ihr auf jeden Fall haben.

Viel Spaß dabei
wünscht da rollermichi :compu: :vespa: :vespa:
Carpe diem - nutze den Tag, und wenn es in der Nacht ist!

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GTS77
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#4 Beitrag von GTS77 » Mo 10. Jun 2024, 19:47

Wie abstirbt ?

In der Nachkriegszeit sind ganze Familien mit Zweitaktmopeds und Miniautos inklusive Wohnwagen über die Alpen gefahren. Was soll da Bitteschön passieren ? Der Weg ist das Ziel – einfach machen.
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moby-d
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#5 Beitrag von moby-d » Mo 10. Jun 2024, 19:52

wollte ich auch schreiben, in der Wirtschaftswunderzeit ging es vollgepackt über die Alpen gen Süden.

hier zB über 2.000 m bei 17:00
https://m.youtube.com/watch?v=GQB9NTqJU ... NjbQ%3D%3D

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DorfGuerilla
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#6 Beitrag von DorfGuerilla » Mo 10. Jun 2024, 19:55

Die reine Höhe dürfte bei einer 125er mit Benzineinspritzung kein Problem sein. Die Steigungen sind es. 10% sind schon eine Herausforderung, da wird sie ziemlich langsam. Achten solltest du auf Öl und auf Kühlung, bergab natürlich auch darauf, dass die Bremsen nicht zu heiß werden. Du wirst ab einer gewissen Steigung mit den unzähligen Fahrradfahrern in den Alpen mitschwimmen. Die Radler schaffen das aber, und du wirst es auch schaffen. Es sind meist in Summe nicht so schrecklich viele Kilometer mit so einer starken Steigung und bergab geht es dann ja auch immer wieder. Manchmal fängt man an, seiner Vespa gut zureden zu wollen und wünscht sich ein paar PS mehr. Aber wenn du dich darauf einlässt, dann wirst du die Alpenpässe viel intensiver erleben als die Biker, die mit Kraft protzen können.
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#7 Beitrag von neos65 » Mo 10. Jun 2024, 22:13

Wie alt sind denn die Rollen und der Riemen ? Da würde ich noch mal schauen 👀

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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#8 Beitrag von Xplosion58 » Mo 10. Jun 2024, 22:34

Moin, die GTS 125 hat doch 15 PS, das ist doch Top! Bin mal auf der LX mit 11 PS durch die Vogesen und ganz Frankreich gefahren. Das passt schon. Viel Spaß euch
VG Andi

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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#9 Beitrag von bezibaer » Mo 10. Jun 2024, 23:24

Servus Alex,

hier mal eine kleine Tourbeschreibung über ein paar Pässe mit einer 125er:

https://vespaforum.de/viewtopic.php?f=23&t=61036

An besonders steilen Streckenabschnitten müht sie sich zwar ab, aber hinauf kommt man immer.
Auch mit meinen vorhergehenden Vergaser GT und ET4 kam ich über 2500 Meter Meereshöhe.
Viel Spass auf der Tour

Gruß Peter
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Schorsch
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#10 Beitrag von Schorsch » Di 11. Jun 2024, 07:46

Die Nockalm Straße ist was die Anforderungen an den Motor angeht eine harmlosere Strecke, da bieten die Kärntner groberes. Selbst an den an Italien grenzenden Pässen Naßfeld und Blöcken schaffen es immer wieder historische Vespas hoch. Der Höhenunterschied zur Nockalm macht da nichts aus.

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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#11 Beitrag von marss300 » Di 11. Jun 2024, 13:25

Hallo Alex,

ich habe tatsächlich schon unschöne Erfahrung mit Automatikrollern gemacht, mal mit einer Suzuki Wave 250 am Fuji als auch mit einer 125er Primavera an der Strasse am Monte Baldo am Gardasee (dürfte ca. 1600 m gewesen sein).
Nach meinem technischen Verständnis liegt das daran, daß bei solchen Automatikrollern nicht nur über die Höhe das Drehmoment und damit die Leistung sinken, bei 2000 m schon um ca. 20%. Sondern zusätzlich führt das reduzierte Drehmoment dazu, daß die Variomatik, die ja durch das Wechselspiel aus Variorollen / Fliehkraft, einer Feder und Motormoment rein mechanisch gesteuert wird, selbst bei Vollgas nicht die Übersetzung und damit Drehzahl freigibt wie aus dem Flachland gewohnt. Denn selbst Vollgas ist für das Getriebe ja wegen der Höhe plötzlich nur 80% Gas, bildlich ausgedrückt.
Daher ist auch der Vergleich mit historischen Vespas nicht ganz richtig, da diese m.W. alle über das Schaltgetriebe hohe Drehzahlen erzwingen können. Das geht mit der Variomatik nicht. Der Leistungsverlust ist also deutlich höher als die 20%, die sich rein aus der Höhe ergeben würden.
Auf der 125er am Monte Baldo waren wir zugegebenermaßen sogar zu zweit drauf. Oben ist die Höchstgeschwindigkeit schon an leichten bis mittleren Steigungen auf ca 30 km/h gefallen. Ich fand das unangenehm. Alleine mag es gehen. Aber der Effekt ist schon stark.

Gruß Martin

P.S. Wenn meine technische Argumentation richtig ist, könnte man den Effekt durch andere, auf die Höhe angepasste Rollengewichte teilweise ausgleichen.

Schorsch
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#12 Beitrag von Schorsch » Di 11. Jun 2024, 14:26

marss300 hat geschrieben:
Di 11. Jun 2024, 13:25
Daher ist auch der Vergleich mit historischen Vespas nicht ganz richtig, da diese m.W. alle über das Schaltgetriebe hohe Drehzahlen erzwingen können. Das geht mit der Variomatik nicht. Der Leistungsverlust ist also deutlich höher als die 20%, die sich rein aus der Höhe ergeben würden.
Ich hab's nicht so mit dem denken von Zusammenhängen die ich nicht verstehe und auch nicht wissen muss.

Hier gibt es aber auch User die mit 125er Automatik Vespas den Großglockner schneller hochgefahren sind als die historischen Zweitakter. Das sind aber auch keine Techniker die sind gefahren ohne zu wissen dass es gar nicht geht.

JGibbs
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#13 Beitrag von JGibbs » Di 11. Jun 2024, 15:21

Wie die Hummeln, die fliegen, obwohl alle Experten sagen, das sei unmöglich ;)
Beim Ali krieg ich Plaque. Du kaufst den teuersten Scooter seiner Klasse um Chinarotz anzubauen? Not your Ernst.

Bild
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Holzschuh
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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#14 Beitrag von Holzschuh » Di 11. Jun 2024, 15:57

Am schönsten werden Bergauf die Scharfen Rechtskurven sein ! Vor der Kurve Gasweg _ in der Kurve Vollgas mit 100 Ccm u. Gegenverkehr :lol: aber Machbar . ( öffters abgestiegen weil die Fuhre nicht mehr auf Touren kam ) Aber der AUS blick über den Lago Maggiore wars Wert .

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Re: GTS 125 auf Alpenpässe

#15 Beitrag von moby-d » Di 11. Jun 2024, 16:13

marss300 hat geschrieben:
Di 11. Jun 2024, 13:25
P.S. Wenn meine technische Argumentation richtig ist, könnte man den Effekt durch andere, auf die Höhe angepasste Rollengewichte teilweise ausgleichen.
Bei Vergasern wirkt sich die Höhe durch den geringeren Luftdruck auf das Benzin-Luftgemisch aus und muss evtl neu eingestellt werden, aber bei Einspritzern ist das meine ich recht egal.

Oder meinst du dass sich die Gewichte ändern?

Harz / Brocken hat etwa 1.100 m
1 Kubikmeter Wasser wiegt knapp 1 Tonne
auf Brocken ca 86 g leichter als 500 m tiefer

wenn dir langweilig ist kannst du über Dreisatz ausrechnen wieviel Prozent der Unterschied ist und wieviel Gramm das bei den Rollen wären.

https://www.physikerboard.de/topic,4733 ... hoehe.html
„Ein Wasserwürfel von 1 Meter Kantenlänge wiegt oben auf dem Harz (auf dem „Torfhaus“) etwa 86 Gramm weniger als unten, 500 Meter tiefer, in Harzburg“.
(K. Jung, Schwerkraftverfahren in der angewandten Geophysik, Geophysikalische Monographien, Bd. 2, Leipzig 1961, Seite 52).“

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