Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

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Groove25
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Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#1 Beitrag von Groove25 » Mo 6. Apr 2020, 18:02

Hallo zusammen,
brauche mal wieder ne neue Batterie. Hätte Interesse an einer Lifepo4, weiß aber nicht ob die Ladespannung meiner Et4 vielleicht zu hoch ist und dann die Batterie zerschiesst. Hat jemand damit Erfahrung? @Mikesch?

fips
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#2 Beitrag von fips » Mo 6. Apr 2020, 18:10

Moin,
bedenke bitte das du für eine Lifepo4 Batterie ein spezielles Ladegerät benötigst.
Mfg fips
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Groove25
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#3 Beitrag von Groove25 » Mo 6. Apr 2020, 18:16

Ich gehe erst mal davon aus, dass die Batterie eigentlich durch das Fahren nachgeladen wird und ich hoffentlich erstmal kein externes Ladegerät brauche. Bin nur skeptisch, was die Ladespannung der ET4 betrifft. Wenn die über 14 V geht, soll die Batterie zerstört werden. Weiß halt nicht, wie weit man sich auf den Laderegler der ET4 verlassen kann.

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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#4 Beitrag von mikesch » Mo 6. Apr 2020, 18:22

Seit 3,5 Jahren problemlos im Einsatz.
Ladespannung etwas zu niedrig aber unkritisch.
Spezielles Ladegerät aus heutiger Sicht nicht erforderlich, kein Bedarf.
Weitere Infos:

viewtopic.php?f=4&t=39137
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#5 Beitrag von fips » Mo 6. Apr 2020, 18:54

Hatte ich Samstag in der Post.
Allerdings für die XS 650.
Habe aber auch noch 2 Lithium Akkus JMT 19 und 48 WH.
Gruß fips
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HannesHU
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#6 Beitrag von HannesHU » Mi 8. Apr 2020, 08:25

Für einen Bekannten habe ich eine Lithium Batterie für seine Yamaha XS 650 beschafft.
Die Yamaha hat eine Drehstromlichtmaschine, wie man sie auch aus dem Auto kennt. (Ähnlich Bosch K1)
Rotor auf der Kurbelwelle und Gleichrichter. Dazu ist ein elektronischer Bosch Regler eingebaut.
Die Ladespannung beträgt präzise 14,2 Volt.

Nach einer Fahrstrecke von wenigen Km ist die Lithium Batterie unter der Sitzbank in Flammen aufgegangen.
Es war ein Abenteuer die brennende Batterie unter der Sitzbank zu entfernen.
An der XS 650 waren alle Glühlampen und der Blinkgeber defekt.
Der Hersteller hat ohne Murren die Batterie gutgeschrieben.
Nun ist wieder eine BleiGel Batterie eingebaut.

Sicher gibt es viele, bei denen eine Lithium Batterie bestens funktioniert.
Im Handy und Tablet will ich sie auch nicht missen, aber so ein Abenteuer wie bei meinem Bekannten möchte ich nicht erleben.
Zumal bei der Vespa gleich der Batteriekasten und der Kunststoff rundherum auch mit abbrennt.
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#7 Beitrag von mikesch » Mi 8. Apr 2020, 09:04

Nenne mal das Fabrikat und den Typ des Akkus als nur Allgemeinpanik zu verbreiten.
Natürlich darf die Ladespannung dauerhaft nicht über die vom Hersteller angegebene liegen.
Warscheinlich ein Billigteil ohne BMS.
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#8 Beitrag von HannesHU » Mi 8. Apr 2020, 12:48

Mir liegt es fern hier Panik zu verbreiten.
Ich kenne auch jemanden der in seiner BMW R1150 beste Erfahrungen mit einer Lithium Batterie gemacht hat.
Die Batterie für die Yamaha XS 650 war mit 100 € nicht die Billigste.
Und sie war vn einer Deutschen Firma. Negativwerbung mache ich hier nicht.
Die Ladeschaltung der Yamaha war und ist in Ordnung.
Das glaube ich als Autoelektriker beurteilen zu können.
Ich wollte lediglich kundtun, das eine Lithium Batterie durchaus mit Vorsicht zu behandeln ist und ich mir keine in meine Vespa einbauen würde. Dafür ist die Ladeschaltung bei der ET4 M04 zu abenteuerlich.
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#9 Beitrag von mikesch » Mi 8. Apr 2020, 15:31

HannesHU hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 12:48
...Das glaube ich als Autoelektriker beurteilen zu können...
...ich mir keine in meine Vespa einbauen würde...
Dafür ist die Ladeschaltung bei der ET4 M04 zu abenteuerlich.
Was soll an einem 5 poligen Ducati Regler abenteuerlich sein?
Gut, er ist schon über 22 Jahre im Einsatz aber er regelt bei 12,7V ab. (gerade noch mal nachgemessen)

Du weißt schon das BleiGelAkkus nicht über 2,3V/Zelle geladen werden sollten da du kein Wasser nachfüllen kannst.
Bei Flüssigbleizellen gehen auch 2,4V/Zelle.
Die Gasungsspannung ist bei flüssig und Gelzellen gleich und beträgt 2,3V also beim 4 zelligen 13,8V.
An der chemischen Funktion von PB Zellen hat sich in letzten 40 Jahren nichts geändert.

Ich halte 14,2V für einen BleiGelAkku zu hoch.
Das geht auf Kosten der Lebensdauer, da auf Dauer die Säuredichte zu hoch wird und nicht korrigiert werden kann.

Zu den LiFePO4 Zellen:
Nennspannung 3,3V/Zelle ^ 13,2V bei 4 Zellen
Max. Ladespannung 3,6V/Zelle ^ 14,4V 4 Zellen
Allerdings müssen die Zellen mit einer Schutzschaltung zur Spannungsbegrenzung gesichert werden.
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#10 Beitrag von HannesHU » Mi 8. Apr 2020, 18:15

Ich gebe auf und werde meinen Gesellenbrief zurück geben.
Der war mir nun so viele in meiner eigenen Kfz Werrkstatt dienlich.
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Re: Lifepo4 Batterie für M04 geeignet?

#11 Beitrag von mikesch » Mi 8. Apr 2020, 21:25

HannesHU hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 18:15
Ich gebe auf und werde meinen Gesellenbrief zurück geben.
Der war mir nun so viele in meiner eigenen Kfz Werrkstatt dienlich.
OMG, das war keine Absicht. :o
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Vespa fahren der sinnigste.

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