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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2019, 08:31 
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Hallo liebe Schrauber.
Kann der besagte Wellendichtring mit möglichst wenig Aufwand getauscht werden?
Ich habe bis jetzt nur bei ausgebautem Motor bei meiner letzten Revision Erfahrungen gesammelt und da ging es relativ einfach.

Hat das schon mal jemand gemacht ohne den Motor auszubauen?
Ich bekomme die Abdeckplatte in der sich der Wellendichtring befindet nicht ab, dann wäre der Tausch ja einfach.
Abhebeln klappt irgendwie nicht wegen der beengen Platztverhältnisse in dem Variatorbereich.
Leider steht im Schneiderbuch dazu auch keine Information.
Ich weiß nur das der Deckel mit einem großen O-Ring abdichtet und verstehe deshalb überhaupt nicht warum er sich ums Verecken nicht lösen will.
Oder ist er etwa noch mal mit Flüssigdichtung geklebt? Ich weiß es nicht mehr.

Den Wellendichtring so rausfummeln klappt nicht, ist warscheinlich auch wegen der schmalen Bauform nicht möglich ohne den Sitzt oder die Welle zu zerkratzen, oder?
Ist nicht mein Tag heute glaube ich.

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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2019, 08:35 
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wie wärs
mit kleinem Bohrer anbohren....blechtreibschraube reindrehen..... daran rausziehen...??

Rita


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2019, 09:21 
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Danke, Rita habe ich schon versucht.
Mehr als 2mm kannst du nicht bohren weil der Ring so schmal ist und ich bedenken habe das der Sitz sonst beschädigt wird.
Der Ring bewegt sich keinen mm.

Rita, weißt du ob der Deckel nur geklemmt/geschraubt oder noch zusätzlich verklebt ist?

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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2019, 09:48 
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Der Ring ist raus.
Mit ordentlich Angstschweiß von Außen mit dem Schraubendreher als Meißel nach innen eine Delle in Richtung KW gekloppt.
Dann hat der Ring sich schon mal leicht schräg gelegt.
In die Lücke noch mal herzhaft nachgefasst, dann hatte ich ihn.

Jetz noch beschädigungsfrei wieder einsetzen.
Das wird schwierig.
Der Ring muß an den Sitzfrächen fettfrei eingesetzt werden.
Ich berichte...

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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2019, 15:16 
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Dann bist Du ja schon mal einen Schritt weiter als ich. Muss bei einer ET2 die Rollen u.Riemen tauschen. Aber die Variomutter ist so bombenfest, dass ich mich nicht traue diese mit Gewalt zu lösen. Ist ja nur ein M10 Gewinde, das man durchaus mit Muskelkraft abreissen könnte. Vermutlich wurde bei der letzten Montage ein Loctide "superfest" angewendet. Wie gehe ich am materialschonensden vor? Heissluftfön könnte evtl. den Kleber auflösen oder gleich mit Schweissbrenner. vielleicht hat das schon mal jemand genauso vorgefunden


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2019, 15:48 
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Wenn man mit einem Heißluftfön die Mutter genügend erhitzt (150°C sollten reichen), dann sollte auch der
hartnäckigste Kleber den Geist aufgeben.

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Wer nach meinen Beiträgen vorgeht, macht dies ausdrücklich auf eigene Gefahr.
Wartung und Reparaturen besonders an Bremssystem,
Fahrwerk sollten ohnehin nur in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2019, 18:39 
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Als erstes hat das Kunststoff- Lüfterrad den Geist aufgegeben. Ist durch den Heissluftfön verschmort. Die Mutter hat sich immer noch nicht bewegt. Dann mit Autogenflamme die Mutter erhitzt und es ging einwandfrei. Das kaputte Lüfterrad kann ich verschmerzen, schlimmer wäre gewesen wenn ich durch Gewalteinwirkung mit Verlängerung oder Schlagschrauber den Gewindestutzen auf der Kurbelwelle abgerissen hätte.


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BeitragVerfasst: Sa 4. Mai 2019, 08:21 
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Manchmal hinterfragt man erst Dinge wenn man Probleme bekommt.
Ich bekomme den Wellendichtring bei meiner ET4 Variatorseitig nicht dicht.

Irgenwie ist mir das Funktionsprinzip der Öldichtung an dieser Stelle nicht ganz klar.
Der Wellendichtring dichtet zwischen dem aufgesetzten Ölwannendeckel und der Hülse des Antriebszahnrades der Ölpumpe ab.
Man beachte, der Metallring den man sieht bei abgenommenden Dichtring ist nicht die KW selbst.

Aber kann nicht zwischen Kurbelwelle und der Hülse des Antriebszahnrad Ölpumpe Öl durchdrücken und ins Variogehäuse gelangen.
Sie ist doch nur aufgeschoben.
Sollte die Pressung der Variohülse über das Antriebszahnrad der Ölpumpe und dem Zahnrad für den Nockenwellenantrieb bis zum Innenring des KW Lagers wirchlich dicht sein?
Warscheinlich oder?
Falls ja suppt bei mir da das Öl raus.

Fachleute helft mir, wo liegt mein Denkfehler?

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BeitragVerfasst: Fr 31. Mai 2019, 15:41 
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Eins vorweg, der Wellendichtring Varioseite ist dicht. :D

Nun ist auch geklärt wie der Dichtmechanismus Varioseitig funktioniert.
Das Ölpumpenzahnrad ist wie erwartet mit Dichtmasse auf der KW abgedichtet.
Ebenso wird der runde Ölwannendeckel trotz umlaufendem Silikondichtring zusätzlich mit Dichtmasse abgedichtet.
Ich habe mich für schwarze Silikondichtmasse von UHU entschieden. Temperaturfest bis 300°C und dauerelastisch.

Nach dem zweimaligen missglückten Austausch des Wellendichtrings entschied ich mich nun für den Komplettaustausch des Deckels inkl. WeDi und Silikondichtring.
Mein selbstgebautes Schutztool gebaut aus einer Variohülse mit aufgeklebter Dichtlippenschutzhülse aus Kunststofffolie hat genau so funktioniert wie ich es mit vorgestellt habe.
Der Ölwannendeckel kann kalt wegen der umlaufenden Dichtmassenverklebung nicht ohne Beschädigung abgenommen werden.I
Hier kam der Heißluftfön zum Einsatz.
Mit dem neu angeschafften wie ein Korkenzieher aussehender gedrehten Ziehhaken mit T-Griff für WeDi´s konnte so viel Druck aufgebaut werden das er keine Chance mehr hatte und kam.
Alle Hebelversuche mit irgend welchen Schraubendrehern scheiterten wegen der winzigen Hebelfläche an der Seite und dem miserabelen Platzverhältnis.
Meines Erachtens ist der Deckel für die Demontage von außen gar nicht vorgesehen.
Normal wird er von innen bei getrenntem Motorgehäuse herausgedrückt.
Der Austausch des Deckels ging dann ganz schnell auch weil ich das selbstgemachte Dichtlippentool hatte.

Die Hülse des Ölpumpenzahrads wurde sicherheitshalber noch mal poliert mit Chrompaste.
Nicht ganz ungefährlich weil nichts an die Ölpumpenkette kommen darf.
Es ist alles sehr eng und schlecht einsehbar.

Nach erfolgter Operation wurde gleich die 1000er Wartung ( bei 800km ) durchgeführt. Öl und Filterwechsel.
Nix drin, bis auf einen Faden an dem das Öl an der Ablaßschraube schön abtropfte. Vermutlich ein Dichtungsrest.
Kein Metall jedenfalls. Fertigungsjahr 1998.
Da soll mal einer was zur Piaggioqualität von damals sagen, da sagt warscheinlich auch keiner was.

Ventile werden morgen früh mit dem heute gelieferten Einstellwerkzeug von Buzzetti kontrolliert/eingestellt.
Dann ist diese Fummelei mit der Zange und Vierkant auch vorbei.

Fahre erstmalig das laut Bed.Anl. vorgeschriebene vollsyntetische 20W 50 von Motul Type 7100.
Optisch ist es rot eingefärbt. Die Harleyfahrer werden es kennen.
Gestern ca. 50km und heute noch mal 80km gefahren.
Der gesamte Motor ist endlich trocken und rennt wie Hulle. :D

Laut Tacho 110km/h, alles original sogar die 12gr. Rollen habe ich drin gelassen.
Sie erzeugen eine satte Beschleunigung vom Ampelstart bis zur Endgeschwindigkeit.
Ich kann bis jetzt keinerlei Mangel oder Leistungsloch bei der Beschleunigung feststellen.
Ist halt ein neuer Motor. :D

Nebenbei möchte ich nochmal betonen das das original Setup bei der ET4 M04 wie ich immer vermutet habe nicht zu toppen ist.
Vom Gefühl her hat der neue Motor min.10% mehr Leistung über das gesamte Drehzahlband gegenüber meinem alten.

An Gonzo: Das Getriebe hört man auch im heißen Zustand nicht.
Mein altes erzeugte besonders im betriebswarmen Zustand mächtig pfeifen.
Also doch ursächlich ein Verschleißproblem der Zahnflanken, denke ich.
Bei 56000 hat es auch mächtig was geleistet und darf Geräusche machen wegen dem größeren Schlupf.

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BeitragVerfasst: Di 11. Jun 2019, 12:45 
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Der Wellendichtring ist wieder undicht :kotz:

Jetzt komm ich nicht mehr herum das Ölpumpenritzel zu wechseln.
Es muß eine Unregelmäßigkeit auf der Oberfläche der Ölpumpenritzelhülse geben.
Bei einem nagelneuen Motor wohlgemerkt.

Zum Tausch des Ölpumpenritzels muß die Ölpumpenkette abgenommen werden.
Zum abnehmen der Kette muß die Ölpumpe abgeschraubt werden.
Um an die Ölpumpe zu kommen muß die Ölwanne abgenommen werden.
Da geht schon mal ein Vormittag drauf denke ich.

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BeitragVerfasst: Mi 24. Jul 2019, 09:00 
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Ich möchte die Sache nun zu Ende bringen und über die Ursache der Undichtigkeit des Wellendichtrings berichten.
Es war die leicht beschädigte Oberflache des Ölpumpenzahnrads ab Werk.
Es waren keine harten Kratzer sondern eher weiche rillenartige "Druckstellen".

Bei der Reparatur fiel auf das die Schrauben des Kettenschutzblechs der Ölpumpenkette nur ein bzw drei Windungen eingedreht waren.
Wenn ich den nagelneuen Motor nicht zwangsmäßig geöffnet hätte wären mir irgendwann ein oder zwei Kreuzschlitzschrauben im Öl entgegengekommen.
Gut das mir der Schreck erspart wurde.

Also, falls jemand eine Undichtigkeit des Wellendichtrings trotz mehrfachen Tauschs des Selbigen nicht in den Griff bekommt, könnte die obrige Ursache zutreffen.
Um jegliches Risiko auszuschließen habe ich die Oberfläche des dichtrelevanten Teils des Ölpumpenzahnrads vor Einbau mit Ventilschleifpaste fein behandelt.
Bitte bei Austausch des Ölpumpenzahnrads daran denken das dieser mit ein wenig Dichtmasse auf den entfetteten KW Stumpf aufgesetzt werden muß.
Eine sichere Ölabdichtung ist sonst nicht gewährleistet.
Nach meiner Erfahrung ist bei der verwendeten Silikondichtmasse eine Trockenzeit von 4-5 Stunden ausreichend.
Die Flüssigdichtung an der Ölwanne wurde nach der gleichen Trockzeit erfolgreich auf Dichtigkeit geprüft.

Nach fast 400km Fahrleistung ist der Wellendichtring und sind alle anderen Dichtflächen absolut dicht. :D

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