Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

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Nichtraucher
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Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#1 Beitrag von Nichtraucher » So 24. Feb 2013, 10:16

Hallo zusammen,

nach dem Batterietausch habe ich es tatsächlich geschafft die Vespe zum summen zu übberreden. Nach etwas Spielerei mit dem Gas während des Startens springt Sie auch an. Ist etwas tricky, aber es funktioniert! :D

Das Problem ist aber das Sie nach ein paar Sekunden wieder abstirbt. Der Witz ist das je länger Sie läuft desto länger bleibt Sie ohne Gas im Stand auch an.

Ich tippe mal das Sie im Stand nicht genug Sprit bekommt. Kann man das mit der Einstellung des Standgases beheben oder muss da doch mal der Vergaser für eine Reinigung raus? Wenn man Gas gibt, dann läuft Sie für meine Begriffe auch einwandfrei. Sie verschluckt sich nicht oder sonst etwas. Das Problem liegt nur beim Standgas an.

Ich bin froh das der Motor überhaupt läuft! 8-) Das erspart eine Menge Arbeit und Geld. Die Elektrik funktioniert auch noch komplett (bis auf die Uhr :( ).

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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#2 Beitrag von Vespakutscher » So 24. Feb 2013, 10:20

Ich würde Vergaser reinigen benzinfilter wechseln Zündkerze wechseln und dann nochmal testen
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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#3 Beitrag von Vespakutscher » So 24. Feb 2013, 10:27

Es kann aber auch sein das,das Luft Benzin Gemisch nicht stimmt
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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#4 Beitrag von Nichtraucher » So 24. Feb 2013, 10:33

Die Zündkerze ist schon neu. Die hatte der Vorbesitzer mal auf Verdacht getauscht. Die alte hat er mir Gott sei Dank mitgegeben.

Die Kerze ist schön rehbraun. Das impliziert für mich das der Motor ansich gut läuft. Ich tippe wirklich auf den Vergaser bzw dessen Einstellung. Um eine Reinigung werde ich wohl nicht herum kommen ;)

Ich werde mir auch auf jeden Fall mal den Benzinfilter ansehen!

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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#5 Beitrag von Vespakutscher » So 24. Feb 2013, 10:40

Wie lange stand denn die vespa bei dem Vorbesitzer rum?
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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#6 Beitrag von Nichtraucher » So 24. Feb 2013, 10:50

Vespakutscher hat geschrieben:Wie lange stand denn die vespa bei dem Vorbesitzer rum?
Hab ich leider vergessen zu fragen. Ich war zu sehr mit dem Prüfen der Papiere und der Fahrgestellnummer beschäftigt.

Kann aber nicht allzulange gewesen sein. Er schien darauf angewiesen zu sein und sein nächster Plan war sich relativ schnell eine 125er Vespa anzuschaffen. Er gab auch zu keine Ahnung von der Technik zu haben, deshalb war ich auch nicht böse. Er hat Sie zumindestens immer zu einer Fachwerkstatt gebracht. Der Grund für den Verkauf war, dass er hohe Reparaturkosten fürchtete.

Ein Indiz für die Werkstattbesuche ist der neuere Nummernschildhalter mit der Werbung der Werkstatt und die relativ neue Brese vorne. :)

Der Motor ansich läuft ja auch sehr gut wenn er denn mal an ist :)

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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#7 Beitrag von janpuenktchen » So 24. Feb 2013, 10:53

Vergaser reinigen (Ultraschallbad) kann nicht schaden; ich würde zuerst einmal den el.Choke demontieren, Widerstand messen (35 +/- 5 Ohm) und prüfen, ob er bei angelegter Spannung 12V ausfährt, evtl. hast Du eine demontierbare Variante und ich würde auch hier erst einmal reinigen.

Viel Erfolg!

Jürgen

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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#8 Beitrag von Bifob » So 24. Feb 2013, 11:27

Servus Nichtrauer,

ist bei der ET4 50 wenn es so um die Null Grad hat schon fast schon normal.
Wenn du das Gas minimal hältst dann läuft Sie oder?

Schnelle Abhilfe bringt das Standgas minimal höher stellen. Sobald es warm wird hat sie diese Problem nicht mehr! Bei 10 Grad plus tuckert Sie dann ganz normal vor sich hin und Du kannst das Standgas wieder etwas zurücknehmen.

Zum Anspringen drehst Du voher mind. 3 mal den Gasgriff auf Vollgas. Erst dann startest Du! Dann sollte Sie aber mit minimal Gas sofort anspringen.

Natürlich kann man auch über die Kaltstartautomatik was machen, dies ist aber aufwendig und führt auch nicht immer zum Erfolg.

Probiere es erst mal wie beschrieben, denn die einfachsten Dinge sind oft die Besten und gib mal Bescheid ob es was gebracht hat.

Gruß Bifob
Was kann schöner sein, als bei Sonnenschein mit der Vespa unterwegs zu sein?

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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#9 Beitrag von Nichtraucher » So 24. Feb 2013, 11:48

Ich beschreibe mal wie ich es gemacht habe.

Ich habe die Batterie angeschlossen und mal den Startknopf gedrückt. Der Anlasser sprang sofort an. Daraufhin habe ich ein wenig mit dem Gas gespielt bis ich eine Stellung gefunden hatte bei der Sie so langsam kam. Dies war erkennbar daran das die Cockpitbeleuchtung heller wurde.

Das ganze dauerte so eine knappe Minute und dann war Sie da. Ich vermute das lag jetzt auch an der Standzeit.

Wenn ich Sie dann neu startete ging es etwas schneller. Man musste immer etwas mit dem Gas spielen. Immer so zwischen viertel und halbgas. Immer hin und her bis Sie kommt. Man merkte das bei Vollgas die Beleuchtung wieder dunkler wurde. Das gleiche passiert wenn man kein Gas gibt.

Das mit den Kaltstartproblemen habe ich auch schonmal gelesen.

Nachtrag: Man muss definitiv eine Zeit lang orgeln damit Sie anspringt. Was mir aufgefallen ist:

Wenn man den Gashahn nur ein klein wenig bewegt, dann orgelt Sie ein wenig schneller. Nehme ich das Gas komplett weg oder reisse es komplett auf, dann dreht Sie wieder langsamer. Man muss wie gesagt eine ganze Weile orgeln, bevor Sie anspringt.

Der Vergaser muss also definitiv raus! Entweder ist er versifft oder er ist total verstellt (was ich eher glaube). Wer weiß wer daran rumgefummelt hat.

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Re: Motor stirbt im Stand ab und spring schlecht an

#10 Beitrag von Nichtraucher » Mi 15. Apr 2020, 10:42

Auch wenn es lange her ist, gibt es jetzt des Rätsels Lösung da ich seit gestern weiß woran es jetzt gelegen hat das Sie mit dem E-Starter nur schlecht ansprang und im Standgas immer abgesoffen ist.

Es war wohl so das der Vergaser durch die Standzeit beim Vorbesitzer schon einen gewissen Knacks weg hatte. Die Beschleunigerpumpe war wohl schon ziemlich angegriffen vom Rost. Schon ärgerlich das die Werkstatt, welche den Vergaser eigentlich überholen sollte, da nichts gefunden und wohl auch nichts wirklich gemacht hat. Laut meinem Schrauber, der den Vergaser bis auf die letzte Schraube auseinander genommen hat, wurden damals nicht mal die Dichtungen getauscht obwohl die auf der Rechnung standen. Zumindest sahen die nicht danach aus als ob die je gewechselt wurden. Schön wenn man für so viel Unfähigkeit auch noch Geld ausgibt für das man fast einen neuen bekommen würde..........

Als i-Tüpfelchen waren die Steuerzeiten um 2 Zähne verstellt und das Ventilspiel war mittlerweile auch jenseits von gut und böse. Wurde alles wieder repariert und sauber eingestellt.

Jetzt ist auch ein funktionierender Vergaser drin und siehe da: Sie springt auch mit dem E-Starter wieder ordentlich an.

Ich hoffe die Info hilft allen ET4 50 Fahrern weiter die mal vor dem selben Problem stehen. Viel findet man ja sonst nicht im Netz zu den Motoren und deren Problemen.

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